Jan 20, 2009
In 56k-kompatibler Webtechnik bastelt Ben Benjamin seit 1997 an der Website Superbad.com. In virtuellen Collagen und Textfragmenten schickt der Designer Besucher kreuz und quer durch digitale Landschaften und ich erinnere mich an frühe Tage des grafischen Internets, an denen ich die Seite erstaunt wie wild beackert habe.
Es gibt auf Superbad.com nicht wirklich verwertbare Inhalte, informationen oder irgendwas zu kaufen. Superbad.com spielt vielmehr visuell mit den Erwartungen des users nach dem Motto: “Klicke hier und Du bekommst gewünschtes Ergebnis”, was in diesem Fall eben nicht so ist. Heute, im zeitaler des “grafischen overflow”, ist dieser Aspekt hervorzuheben. Es gilt hier künstlerisch eingefahrene Verhaltensmuster zu durchbrechen und emotional (visuell) geführte Aktionen zu verdeutlichen. Vielleicht ist der ganze “Designersalat” aber auch nur Beschäftigungstherapie für einen unterbeschäftigten Designer!? Eine reizvolle, visuelle Reise ins Superbad.com-Universum belohnt ist ein Besuch allemal.

Ich saß neulich mit dem JensOmaten eine halbe Stunde in der Küche vor dieser super-bösen Seite. Abschliessendes Fazit: Tiptop Entertainment! Mir gefällt am besten, dass man nie weiß, was sich hinter dem nächsten Link befindet. Das ist erfrischend anders und fast schon einmalig in der Konzeption von Internetseiten.