Okt 19, 2009 9

Die Ausstrahlung dieses zweiteiligen Werbespots der taz konnte die “BILD”-Zeitung seit 2005 unterbinden. Der Springer-Verlag klagte wegen unlauteren Wettbewerb und Achtung, realsatire:
Bild-Anwalt Thomas von Plehwe : Der Spot sei “menschenverachtend, eine gezielte Herabwürdigung der Bild-Leser”. Die Darstellung von Menschen, die “kaum des Lesens mächtig” seien, ziele auf deren Menschenwürde ab.
In letzter Instanz hat die taz nun vorm BGH Recht bekommen.
Der Spot hat übrigens 2006 den First Steps Award gewonnen:
[...] Schon der Einstieg – ein Basketball verfehlt den Korb – zeigt das gute Gespür, das die Regisseure Jens Junker und Philip Haucke für Details und den Erzählrhythmus haben. Drei exzellent gecastete Schauspieler stehen für das Klischee, das sich der Leser der taz von den BILD-Lesern am Kiosk macht. Das originalgetreue Setting spiegelt diese Stimmung ebenso wider wie die Wahl der Einstellungen und die Führung der Schauspieler. So gelingt es auf überzeugende Art und Weise, den Kampf “David gegen Goliath” zu visualisieren und den journalistischen Anspruch der taz klar von einem “beschränkten Horizont” abzugrenzen. Und das ist OK so.
Okt 2, 2009 1

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